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Wenn ich nur könnte...- Sorgen und Nöte von Anfängern und Fortgeschrittenen

Überhaupt sprechen oder richtig gut sprechen- das ist hier die Frage. Das Erlernen der englischen Sprache ist ein Abenteuer mit Höhen und Tiefen, das sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene vor verschiedene Herausforderungen stellt. Von der Angst, sich zu blamieren, bis hin zur Schwierigkeit, überzeugend zu klingen, haben beide Gruppen ihre eigenen Schmerzpunkte.

Anfänger: Die Furcht vor dem Ersten Schritt

Für Anfänger ist überhaupt etwas zu sagen oft die größte Herausforderung. Sie fühlen sich praktisch auf dünnem Eis. Sie sind unsicher, wie die Sätze richtig gebildet werden und haben Angst sich zu blamieren. Auch das Verstehen ist ein Balanceakt zwischen Zuhören und gleichzeitig im Kopf übersetzen. Da ist es verständlich, wenn Anfänger da schnell den Faden verlieren. Prinzipiell tun sich Anfänger mit einem höheren Selbstbewusstsein leichter, weil sie weniger Angst vor Fehlern haben. Schüchterne Teilnehmer/Innen stellen erst 100%ig sicher, dass ihr Satz korrekt ist, bevor sie ihn aussprechen.

 Fortgeschrittene: Die Herausforderung der Überzeugungskraft

Fortgeschrittene Englischlerner stehen vor einer anderen Art von Herausforderung. Obwohl sie in der Lage sind, sich auszudrücken, klagen viele darüber, dass ihre Ausdrucksweise langweilig klingt und ihre Überzeugungskraft zu wünschen übriglässt. Sie sind von sich selbst genervt, wenn ihnen immer nur die gleichen Vokabeln einfallen und die Satzstrukturen jegliche Kreativität fehlen lässt. Umgekehrt gibt es auch Fortgeschrittene, die die komplizierten deutschen Satzstrukturen mit ins Englische nehmen und im Englischen dann viel zu kompliziert klingen.

Anfänger beneiden Fortgeschrittene, um die Fähigkeit so mühelos zu sprechen. Aber Fortgeschrittene müssen häufig auf sehr hohem Niveau kommunizieren. Überhaupt etwas zu sagen, reicht nicht. Sie müssen alles, was sie im Deutschen ausdrücken, auf gleich hohem Niveau im Englischen hinbekommen. Es ist eine Sache, mal eine Email auf Englisch zu schreiben oder mal zu telefonieren und eine ganz andere, große Teile der beruflichen Gespräche in einer Fremdsprache durchführen zu müssen.

Umgekehrt dürfen Fortgeschrittene die Nöte der Anfänger/Innen nicht belächeln, weil ihnen die Vorstellungskraft fehlt, wie schwer die ersten Schritte in einer Fremdsprache sein können. Aller Anfang ist bekanntlich schwer.

Insgesamt kann man sagen, dass Anfänger sich freuen, wenn sie es geschafft haben etwas zu sagen und Teil der Kommunikation auf Englisch zu sein. Fortgeschrittene hingegen empfinden das Lernziel als erreicht, wenn sie auf den Punkt kommunizieren können.

 

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